Neue Studie zum Studierendenmarketing 2010 in Deutschland

 

Die G8-Reform und ihre Auswirkungen auf das Studierendenmarketing an Gymnasien

Berufs- und Studienorientierungsmöglichkeiten in der Schule spielen für die Studienwahl von Abiturienten eine wichtige Rolle. Durch die Verkürzung der Gymnasialzeit um ein Jahr kommt es hier zu Veränderungen. Wie das Studierendenmarketing von Hochschulen, bezogen auf Gymnasien, zukünftig sinnvoll gestaltet werden kann, hat die border concepts GmbH in einer Befragung unter 100 Beratungslehrern von Gymnasien eruiert.

Die G8-Reform hat das Auftreten doppelter Abiturjahrgänge zu Folge, die nach und nach in vielen Bundesländern zu einem großen Studienplatzmangel führen werden. In den nächsten Jahren ist vielerorts demnach eine zunehmende Mobilität von Interessenten für Bachelorstudiengänge zu erwarten. Hochschulen mit freien Studienplatzkapazitäten können hieraus Nutzen ziehen und durch gezieltes Studierendenmarketing freie Kapazitäten besetzen.

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie besteht darin, dass die Studien- und Berufsorientierungsaktivitäten in vielen Gymnasien nun schon ein Jahr früher starten. Das Informationsmaterial sollte daher unbedingt dem Alter der Schüler entsprechend angepasst werden. Bei der Planung von Veranstaltungen und Kampagnen kommt es zudem auf das richtige Timing an. Vorbereitungen für Veranstaltungen, wie Tage der offenen Tür oder Study Try Outs sollten generell den Jahresplan der Gymnasiasten berücksichtigen. So eignen sich für derartige Veranstaltungen besonders die Monate September oder Oktober.

„Um im Studierendenmarketing an Gymnasien erfolgreich zu sein, sollten sich Hochschulen zudem von ihren Mitbewerbern abheben, indem ihre Alleinstellungsmerkmale in ihrer Außendarstellung klar herausstechen und kreativ präsentiert werden,“ empfiehlt Michael Lülf, Geschäftsführer der border concepts GmbH und einer der Autoren der Studie. „Wer sich die Aufmerksamkeit der Zielgruppe sichern möchte, sollte darüber hinaus nicht nur auf ein Pferd setzen, sondern verschiedene Kanäle des Studierendenmarketings ausschöpfen: Von Schulpräsentationen und Messebeteiligungen, intelligenter Werbung in Printmedien und Webportalen, dem Organisieren von zielgruppengerechten Veranstaltungen bis zu Social Media Aktivitäten und E-Mail Marketing.“


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