Studierendenmarketing für Hochschulen
Durch veränderte externe Rahmenbedingungen im Wettbewerb, z.B. die Bereitstellung von Fördermittel für die Umsetzung wurden die Voraussetzungen für Kommunikation und Marketing insgesamt verbessert. Dies gibt insbesondere für den Bereich des Studierendenmarketing. Die verstärkte Notwendigkeit der Profilschärfung durch die Umstellung auf Bachelor-, Master-, PhD.-Studiengänge sowie Gründung von Graduiertenschulen führt zu einem verschärfter Wettbewerb im europäischen und internationalen Raum. Hinzu kam die Einführung von Studienbeiträgen und die damit gestiegene Ansprüche der Studierenden (insbesondere Beratungs- und Betreuungsleistungen).
Rahmenbedingungen für das Studierendenmarketing
Das Studierendenmarketing muss sich auf den Bildungsauftrag und das Selbstverständnis der Hochschule (Leitbild, Mission, Werte) beziehen lassen. Kommunikationsstrategien müssen sich an folgenden Punkten orientieren:
- Bekanntheit und Wahrnehmung der Hochschule
- Faktoren wie Image, Interesse sowie Informationsverhalten,
Fächerwahl- und Einschreibeverhalten.
Übergreifende Ziele im Studierendenmarketing sind
- Steigerung der Attraktivität für Studierende und Postgraduierten
aus dem In- und Ausland - Gewinnung und Bindung von qualifizierten und motivierten Studierenden.
Unverzichtbarer Bestandteil des Studierendenmarketing ist die nachhaltige Leistungspolitik mit den Zielen einer Verbesserung der Forschungs- und Lehrqualität, der Entwicklung attraktiver Studienprogramme, einem Ausbau der Internationalisierung in Studium und Lehre sowie der Dienstleistungen in Information, Beratung und Betreuung der Studierenden aus dem In- und Ausland.
Zielgruppen im Studierendenmarketing
Instrumente und Maßnahmen orientieren sich an den Zielgruppen
- Studieninteressierte regional, bundesweit und international
- Studierende an anderen Hochschulen
- Studierende an der eigene Hochschule
- Eltern von (künftigen) Studierenden
- Beratungslehrer in Schulen
- Medien zu Studium, Beruf und Karriere
Beispiele für kurz- und mittelfristige Maßnahmen:
- Bewerbung der Studienangebote im zentralen Internetauftritt
- Prioritätenbildung der Marketingmaßnahmen
nach zu erwartender Nachfrage und Auslastung - Vorstellung der Standortvorteile wie Ruf und Renommee,
Infrastruktur , Lebensqualität - Ausbau der Instrumente für Information und Bewerbung
- Aufbau individueller Beratung von Studierenden
zu Studieninteressenten
Das Internet spielt im Studierendenmarketing zwar die tragende Rolle, da es das Medium der Erstinformation im Studierendenmarketing ist. Zentral steht hierbei die Stärkung der darauf folgende Beratungs- und Betreuungsqualität.
Beispiele für langfristige Maßnahmen
- Konzeption und Durchführung einer internationalen Imagekampagne
- Entwicklung neuer Formen der Information und Bewerbung
- thematisch und strategisch orientierte Bewerbung des
bestehenden Studienangebotes - Individuelles Servicepakete zur Betreuung und Beratung
vor, während und nach dem Studium - Entwicklung geeigneter neuer Informationsmedien und
Formate wie Foren und blogs

